Neuseeland per Rad - Tagebuch einer Radreise

© Christian Hartmann, Jörg Feye,  ✉ 

Punakaiki - Greymouth, 55 km

Im Café neben dem Besucherzentrum – etwa 1 Kilometer südlich vom Ort Punakaiki – trinken wir gemütlich und ausgiebig Capuccino und esse Muffins. Eine Katze belebt das Café.

Es folgen einige Aufs und Abs mit tollen Ausblicken. Es ist etwas schade, dass wir auf der dem Meer abgewandten Straßenseite fahren. Das Wetter ist o.k., bewölkt, nicht zu kalt. Für den Nachmittag/Abend ist aber Regen angekündigt. Kurz vor Greymouth bekommen wir eine kräftige Dusche. Im Café 124 fassen wir den Entschluss, nicht weiter zu fahren. So fahren wir zum Top10-Campingplatz und nehmen dort eine Hütte (cabin) für 78 NZ$ –19,5 NZ$ pro Nase. Janine knackt auf ihrem Bett ein. Kristy, Ian und ich radeln zum Supermarkt und kaufen für’s BBQ ein.

Diesem Abend zaubert Ian auf dem Grill ein ganz vorzügliches BBQ.

Das Wetter ist dann doch nicht ganz so übel, erst in der Nacht leert sich der Himmel kräftig aus.

Strecke in Google Maps anzeigen: Punakaiki - Greymouth

Hier einige Impressionen, große Bilder gibt es im Picasa-Webalbum.

   


Greymouth - Harihari, 115 km

Lake Mahinapua

Die Strecke nach Hokitika ist flach. Die Straße verläuft über weite Strecken in Sichtweite zum Meer. Auf den Weiden stehen Kühe. Des Weiteren fällt auf, dass hier Moos angebaut wird. In der Zeitschrift GEO habe ich darüber gelesen, dass dieses besondere Moos im asiatischen Raum enorme Preise erzielt. Die Berge der Südalpen (Southern Alps) luken hier und da aus den Wolken raus. Uns bläst ein recht kräftiger Wind ins Gesicht, nach und nach kann sich die Sonne gegen die Wolken durchsetzen. Wir werden von mehreren Dutzend Milchtankern überholt – von einigen sicher auch mehrfach.

In Hokitika lassen wir uns im Café de Paris nieder. Oder genauer gesagt, davor, denn mittlerweile ist es sonnig und warm. In Hokitika verlassen uns Kristy und Ian. Dafür taucht Phil wieder auf.

Janine, Phil und ich radeln gemeinsam weiter. Es geht meist flach durch tollen Regenwald. Am Lake Mahinapua machen wir Mittag. Der See liegt – laut Schild – 700 Meter abseits des Highways eingerahmt vom Regenwald und mit dem Südalpen-Panorama im Hintergrund. Das Wasser ist einigermaßen warm, dass Schwimmen vor dieser Kulisse ein einmaliges Erlebnis.

Die Strecke verläuft weiter durch den Regenwald, wird aber hügeliger. Und leider ziehen auch wieder Wolken auf.

Kurz hinter Lake Ianthe liegt das Bushan’s Cafè. Eindeutig erkennbar an der riesigen Sandfliege. Im Café werden ein skurriler, eher derber Humor und einiges an Handwerkskunst zur Schau gestellt.

Die Milchtanker drehen ihre Abendrunde. Nehmen aber wie schon heute morgen viel Rücksicht. Ian meinte, dass die Jobs recht beliebt seien. Kurz vor Harihari überqueren wir auf einer langen Brücke den Wanganui River mit seinem grauen Gletscherwasser. Harihari ist ein kleines, verschlafenes Nest. Der Pub hat einen einfachen, nicht sonderlich schönen Campingplatz und einige Gästezimmer. Und er hat Monteith Black, ein leckeres kräftiges Bier, das wie Öl meine Kehle runter läuft.

Strecke in Google Maps anzeigen: Greymouth - Harihari

Harihari - Fox Glacier, 120 km

Es nieselt leicht, als ich aufwache. Mount Hercules ist eine gute Morgenübung, mit einer tollen Abfahrt zur Belohnung. Am Laden/Café in Whataroa legen wir unseren Stopp fürs zweite Frühstück ein. Janine ist eine große Vogelliebhaberin. Daher ist für sie die Tour zu den weißen Reihern (white herons) ein Muss.

Lake Mapourika

Phil und ich fahren alleine weiter. Da ich trotz des konstanten Sprühregens weiter Fotos mache – unter anderem am Lake Mapourika – verliere ich ihn aber schon bald. Der Regen wird stärker, irgendwann zieht das Wasser über die Socken in die Schuhe. In Franz-Josef treffen ich Phil wieder. Er telefoniert gerade mit seiner Frau in Kanada.

Und was jetzt? Es ist 13 Uhr, auf dem Tacho stehen 60 Kilometer. Der Wetterbericht kündigt Regen bis zum Wochenende an. Scheiße! Ich habe eine Gletscher-Tour fest eingeplant, mich aber noch für keinen der beiden Gletscher Franz-Josef oder Fox entschieden.

Dann hört es auf zu regnen und wir beschließen nach Fox Glacier zu fahren. Nach kaum 2 Kilometern schüttet es aber schon wieder wie aus Eimern. Wir stellen uns in einem Schuppen unter. Zwischen Franz-Josef und Fox Glacier sind zwei knackige Berge zu überwinden. Normalerweise freue ich mich über solch eine Herausforderung. Heute ist meine Stimmung aber absolut im Eimer.

Da wir beide ziemlich durchnässt sind, nehmen wir gemeinsam ein Zweier-Zimmer im Ivory Towers Lodge. Der Raum ist klein und schnell mit nasser Wäsche und Zeltplanen "dekoriert". Der kleine Heizlüfter muss alles geben.

Als Janine im Ivory Towers ankommt, gibt es eine Überraschung: Sie hat keinen Tropfen Regenabbekommen!

In dieser Gegend gibt es Keas – olivgrüne Bergpapageien. Die neugierigem Tiere "untersuchen" alles und knabbern auch gerne mal Fahrradsättel oder Reifen an. Daher decken wir die Fahrräder mit einer festen Bauplane ab, die für diesen Zweck bereitliegt.

Strecke in Google Maps anzeigen: Harihari - Fox Glacier

Fox Glacier, Gletschertour

Früh am Morgen fahren wir zum Lake Matheson. Was für ein Glück – die Wolken haben die Berge freigegeben und der See liegt glatt wie ein Spiegel da, sodass sich die Südalpen im See spiegeln. Der See ist zwar für eben diese Spiegelung berühmt, man braucht aber schon eine große Portion Glück, sie auch wirklich zu sehen. Danach trennen sich unsere Wege, ich mache eine ganztägige Gletschertour, Janine und Phil fahren weiter Richtung Queenstown.

Fox Glacier, Crevasse

An der Basis von Fox Glacier Guiding werden wir mit Bergschuhen, Rucksack, Mütze und Handschuhen versorgt. Mit dem Bus geht es zum (Parkplatz beim) Gletscher. Durch das Flussbett und den Regenwald nähern wir uns dem Gletscher. Bevor wir aufs Eis dürfen, müssen wir noch Steigeisen anlegen. Auf dem Eis brauchen die Dinge ihre Zeit. Jeremy, unser Führer, checkt jeden Abschnitt und präpariert ihn mit seinem Eispickel, bevor wir ihm folgen dürfen. Es dauert eine ganze Weile, bis der Blick für die vielen Details geschärft ist, die uns Jeremy geduldig erklärt.

Ein Gletscher ist ein hochdynamisches Wesen, so zu sagen ein Fluss aus Eis. Das Terminal von Fox (der vorderste Teil des Gletschers) ist 140 Meter hoch. Weiter oben ist der Fox-Gletscher sogar 180 bis 200 Meter stark. Im Bereich des Eisfalls (dem Bereich, in dem der Gletscher besonders steil bergab fließt, sodass das Eis in einzelne Blöcke aufbricht) bewegt sich das Eis mit 4 bis 5 Metern pro Tag! Weiter unter immer noch mit etwa 1,5 Metern pro Tag. Die Fließgeschwindigkeit wird von der Steilheit und der Beschaffenheit des Untergrundes beeinflusst. Durch unterschiedliche Fließgeschwindigkeiten entstehen Risse und Spalten, die Crevasse genannt werden. Das Eis reflektiert vor allem den blauen Anteil des Lichts, deshalb erscheint das Eis an einigen Stellen blau. Als Faustregel gilt, je kompakter das Eis, desto intensiver das Blau. Andererseits werden Steine und Felsen vom Gletscher zermahlen und erscheinen als schmutzig graue Bänder im Eis. An vielen Stellen hat auch die Sonne ihre Spuren im Eis hinterlassen, der Experte spricht von Sun-Holes. Stellenweise sieht das Eis aus wie die Oberfläche eines Golfballs.

Und dann ist es passiert, ich passe kurz nicht auf und trete mit dem linken Fuß ein eine Crevasse. Das Ergebnis ist eine nasse Socke und eine Schürfwunde am Schienbein.

Den Abend lasse ich im Cook Saddle Café bei Nachos und einem Monteith Black ausklingen. Dann baue mein Zelt auf der Wiese hinterm Café bei Lake Matheson auf. Ich hoffe auf eine zweite Chance für Fotos und will dieses Mal ganz früh dran sein. Das Zelten ist zwar verboten, heute Morgen war der Parkplatz aber voll mit Campern. Also lasse ich es drauf ankommen.

Hier einige Impressionen, große Bilder gibt es im Picasa-Webalbum.

         


Fox Glacier - Haast, 130 km

Um 4 Uhr morgens fängt es an zu regnen. Um halb sieben wünscht mir eine weibliche Stimme einen guten Morgen. Das Café würde um 8 Uhr öffnen, dann könnte ich reinkommen und zahlen – 20 NZ$. O.k. – gezockt und verloren! Ich baue das Zelt ab, ziehe meine Regensachen an und gehe Richtung Toilette. Da kommt sie mir entgegen und fragt ob ich zum Zahlen käme. Ich antworte mit "Ja!" und reiche ihr meine Kreditkarte. Auf die Frage nach dem Warum bin ich ehrlich und muss dabei wohl ein Lächeln im Gesicht haben. Zumindest bekomme ich meine Kreditkarte mit den Worten zurück, dass ich ein schönes Lächeln hätte und sie deshalb kein Geld von mir nehmen könne. Ich bestelle einen Capuccino und sie schließt mir die Klotür auf.

Gegen 9 Uhr lässt der Regen nach und hört kurze Zeit später ganz auf. Der Himmel bleibt aber wolkenverhangen.

Ship Creek, Treibholz

Bruce Bay ist Sandfliegen verseucht. Ich versuche, mich mit Arm- und Beinlingen vor ihren Angriffen zu schützen. Der Strand ist mit Baumstämmen und anderem "Treibholz" übersät. Große Wellen branden lautstark auf den Strand. Ich erinnere mich an die Aussage von Ian, dass das Schwimmen an der Westküste lebensgefährlich ist.

Dann führt die Straße wieder für viele Kilometer ein gutes Stück abseits der Küste durch dichten Urwald. Ich habe nicht ausreichend Wasser mitgenommen und komme daher hungrig und durstig an der Lachszuchtstation (salmon farm) am Paringa River an, wo ich ausgiebig Mittag mache. Die Salmon Farm ist ein absoluter Tipp! Kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so leckeren Lachs gegessen habe.

Es geht weiter durch den Regenwald und an zwei schönen Seen vorbei, Lake Paringa und Lake Moeraki. Ich mache etliche Fotos und so langsam wird der Speicherplatz knapp. Bei einem Fotostopp ramme ich mir eine Schutzblechstrebe ins rechte Schienbein und blute wie "Sau". Na wenigstens sind meine Schienbeine jetzt gleichmäßig vermackt.

Kurze Zeit Später eine Überraschung: Kristy sitzt am Straßenrad. Sie arbeitet fürs DOC und wertet gerade Fußspuren aus "Tintenfallen" aus. Dabei handelt es sich um eine etwa DIN A4 große Pappe mit einem Streifen Tinte in der Mitte. Diese Pappen haben Kristy und ihre Kollegen vor einigen Wochen ausgelegt und die Stellen in einer Karte markiert. Jetzt kann anhand der Fußspuren, die die Tiere darauf hinterlassen haben, auf den Bestand von (unerwünschten) Mäusen und Ratten geschlossen werden. In der nächsten Woche wirft ein Hubschrauber große Mengen Giftköder ab. Später werden wieder die "Tintenfallen" ausgelegt, um den Erfolg der Aktion zu überprüfen.

Am malerischen Knight’s Point, kehrt die Straße endlich wieder an die Küste zurück. Der Ort bekam seinen Namen beim Bau der Straße in den 1950er Jahren. Namensgeber war der Hund des Vermessers.

In Ship Creek ist der Strand ebenfalls mit Treibholz übersäht. Ein Wanderweg führt durch die recht ausgedehnte Dünenlandschaft. Ich stehe lange da und beobachte, wie die Wellen in langen Reihen an den Strand rollen. Es herrscht ein ziemliches Getöse.

Aufziehender Regen spornt mich dann auf den letzten Kilometern noch mal zu einer sportlichen Höchstleistung an. Die lange Brücke über das Delta des Haast-Flusse überquere ich mit Vollgas. Gerade noch rechtzeitig komme ich am Wilderness Accommodation-Backpackers in Haast Village an. Im Aufenthaltsraum treffe ich Peter und Monika wieder. Kurz nach mir trifft Oliver aus der Schweiz ein – patschnass.

Strecke in Google Maps anzeigen: Fox Glacier - Haast

Hier einige Impressionen, große Bilder gibt es im Picasa-Webalbum.

     


Haast - Makarora, 85 km

Haast Pass, Anstieg von Haast

In der Nacht werde ich vom Jucken meiner Sandfliegenstiche wach. Ich sehe aus, wie ein Streuselkuchen. Mit Zinksalbe und Aspirin kann ich sie wieder beruhigen.

Es ist recht warm und die Luftfeuchtigkeit nach dem Regen der letzten Tage recht hoch. So fahre ich ohne Regenjacke los, obwohl es zwischendurch immer mal wieder leicht regnet. Zu meiner großen Überraschung habe ich Gegenwind. Die ersten rund 50 Kilometer geht es durch das Tal des Haast-Flusses in leichten Wellen stetig bergauf. Das Tal wird von hohen Bergen eingerahmt und ist reich an Wasserfällen. Auch Peter, Monika und Oliver haben sich auf den Weg den Haast-Pass hinauf gemacht.

Nach den Gates-of-Haast-Stromschnellen geht es für rund 2 Kilometer steil bergauf. Das Tal wird immer schmaler. Alle paar Meter stürzt irgendwo ein Wasserfall in die Tiefe, viele sind klein und namenlos. Aber auch größere sind dabei, wie die Fantail Falls. In dieser Hinsicht hat das Regenwetter auch was Gutes, denn bei Regen steigt die Anzahl der Wasserfälle. Der Aufstieg zum Haast-Pass wird zu Recht in allen Radreiseführern sehr hervorgehoben. Er ist ein absolutes Highlight!

Der 560 Meter hohe Haast-Pass markiert die Grenze zwischen den Provinzen Westland und Otago. Witzigerweise sieht man das auch auf der Straße. Die beiden Provinzen verwenden offensichtlich unterschiedliche Sorten Asphalt.

Dann gibt es als Belohnung eine tolle Abfahrt, die ich mit über 70 km/h runter sause. Was für ein Genuss!

Nächster Stopp sind die Blue Lakes. Der Wald hier zeichnet sich zwar auch durch viel Moos und überwucherte Bäume aus und hat doch einen völlig anderen Charakter als der an der Westküste. Er ist viel lichter mit großen Laubbäumen.

Der Campingplatz in Makarora will mich erst nicht so recht begeistern. Bin halt mittlerweile auch echt verwöhnt. Finde aber nach einer Weile doch eine nette Ecke, wo ich mein Zelt aufstelle. Mark aus Plymouth in England steht mit seinem alten grünen Camper nicht weit entfernt. Kann mich nicht mehr erinnern, wie’s begann, auf jeden Fall hat er einen tollen Samsung-Laptop mit Kartenleser und DVD-Brenner. Das Glück schlägt immer dann zu, wenn man’s am wenigsten erwartet! Wir sitzen gute anderthalb Stunden in seinem Camper, sichern alle meine 4 Karten und reden über Gott und die Welt. Als keines Dankeschön gebe ich ihm im Pub ein Bier aus.

Später taucht die Abendsonne die Berge in ein schönes Licht.

Strecke in Google Maps anzeigen: Haast - Makarora

Hier einige Impressionen, große Bilder gibt es im Picasa-Webalbum.

     


Makarora - Wanaka, 80 km

Lake Wanaka

Es ist warm und sonnig, ich habe leichten Gegenwind. Lake Wanaka ist eine Wucht! Ein echter Traum! (Auch das Panorama auf der Startseite zeigt Lake Wanaka). Umgeben von hohen Bergen (einige über 2000m hoch), liegt der See spiegelglatt da – Berge und Wolken spiegeln sich in ihm. Die Strecke ist welliger als erwartet. Am Berg zwischen Lake Wanaka und Lake Hawea überholt mich Mark. Lake Hawea kann (aus meiner Sicht) nicht ganz mit Lake Wanaka mithalten. Liegt aber wohl auch daran, dass die Sonne jetzt nicht mehr ganz so günstig (für Fotos) steht und Lake Wanaka die Messlatte einfach verdammt hoch gelegt hat.

Im Ort Lake Hawea falle ich ausgehungert in die Tankstelle ein. Meine spärlichen Vorräte – inklusive der "Notschokolade" – sind restlos aufgebraucht. Zwei Sandwichs, ein Muffin und ein großer Müsliriegel stillen den Hunger – fürs Erste.

In Wanaka treffe ich Phil wieder. Der arme Kerl hat seine Vorderradtasche verloren und ist daher nicht mit Janine – mit der er die Strecke bis hier her zusammen gefahren ist – weitergefahren. Er empfiehlt mir einen abgelegenen, ruhigen Campingplatz.

Über den Eely Point Walk und Beacon Point Walk fahre ich an der Küste entlang Richtung Campingplatz. Der Weg führt an vielen schönen Buchten vorbei, in denen man Baden kann.

Der Campingplatz ist beliebt bei Radfahrern. Rachel und John aus Australien zelten neben mir. Ich wasche meine Wäsche und hänge sie auf, da es keinen Trockner gibt. Auch das Rad wird mal wieder gepflegt.

Strecke in Google Maps anzeigen: Makarora - Wanaka

Hier einige Impressionen, große Bilder gibt es im Picasa-Webalbum.

   


Wanaka - Queenstown, 90 km

Ich bin früh auf, es ist warm, aber meine Wäsche ist noch nass. In Wanaka werfe ich sie erstmal im Waschsalon in den Trockner und trinke in der Zwischenzeit meinen Kaffee. Wanaka ist ein schönes Städtchen. (Noch) nicht zu groß und zu voll und trotzdem mit allen Annehmlichkeiten und einigen interessanten Cafés ausgestattet.

Crown Sattel, Anstiegt von Cardrona

Der Aufstieg nach Cardrona ist sehr moderat. Die Sonne scheint mir ordentlich auf die Mütze, es ist warm. Ich habe Rückenwind. Mark aus Australien und David aus Köln überholen mich. Im historischen Hotel Cardrona gibt es guten Kaffee. Alle sind sie da. Rachel und John, Phil (seine Vorderradtasche wurde gefunden und bei der Polizei abgegeben) und Mark, David und Oliver. Das ist mir fast schon zu viel des Guten.

Nach Cardrona sind es noch rund 15 Kilometer bis zum 1100 Meter hohen Crown-Sattel. Davon sind die letzten 3 Kilometer steil, aber nicht ganz so wie am Haast-Pass. Oben weht ein frischer Wind, wir sitzen ein paar Minuten zusammen und stärken uns. Die Abfahrt ist super! Spitze jenseits der 74 km/h. Rock n Roll! Nach 11 Kilometern sind 700 Höhenmeter "vernichtet".

Highway 6 ist ordentlich befahren. Wir biegen Richtung Arrow Town ab. Nettes Städtchen mit historischer Straße aus Goldgräberzeiten, die hier im Jahr 1862 begann. Recht touristisch, aber doch auch nett. Wir machen Pause im kleinen Park. Ich hole mir leckere Sachen beim Bäcker.

Auf dem Weg nach Queenstown zieht es sich immer mehr zu. In Queenstown fängt es an zu regnen. Es ist Sonntag. Es läuft gerade ein Rugby-Spiel und es sind MTB-Meisterschaften. Also ist es voll wie "Sau". Das Lake View Motor Camp ist riesig und gepackt voll. Wir zelten mit sechs Zelten auf zwei regulären Plätzen. Die Lautstärke im Ort ist erstmal ein Schock für mich. Queenstown nennt sich selber die "Spaßhauptstadt" Neuseelands. Angeblich wurde hier von A.J. Hackett das kommerzielle Bungee Jumping erfunden. Mit dem Nevis Highwire Bungy wird  heute der höchste Bungee-Sprung Neuseelands (134m) in Queenstown angeboten. Daneben wird eine breite Palette weiterer Aktivitäten angeboten: Jetboating, White-Water-Rafting, Canyoning, Skydiving, Mountain biking, Wandern, Klettern und Ski fahren – um nur einige zu nennen.

Den Abend verbringen wir in der Kneipe Dux de Lux. Dort treffen wir uns mit Janine. Es wird ein lustiger Abend mit Live-Musik, Bier und Tanz.

Strecke in Google Maps anzeigen: Wanaka - Queenstown

Hier einige Impressionen, große Bilder gibt es im Picasa-Webalbum.

   


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